Der Esdaile-Zustand

Der sogenannte Esdaile-Zustand ist ein sehr tiefer Trancezustand, benannt nach dem schottischen Chirurgen James Esdaile (1808–1859), der ab Mitte der 1840er in Indien Patienten durch Einsatz pseudo-mesmerischer Techniken das Schmerzempfinden genommen haben soll. Esdaile behauptet, er habe Tausende kleinerer und etwa dreihundert größerer Operationen durchgeführt – darunter 19 Amputationen –, bei denen die Patienten ausschließlich mit seiner induzierten Trance-Analgesie betäubt waren; Esdaile habe hierdurch die Sterblichkeitsrate infolge postoperativen Schocks von fünfzig auf unter zehn Prozent drücken können. Diese Erfolge konnte er allerdings nach seiner Rückkehr nach Schottland nicht wiederholen. – Der Begriff Esdaile-Zustand wurde erst viel später von dem bedeutenden US-amerikanischen Hypnotiseur Dave Elman (1900–1967) geprägt, der damit den Ausdruck "hypnotisches Koma" ersetzte. Dies war nicht zuletzt Elmans lebenslangem Streben geschuldet, der Hypnose Geltung und Anerkennung im medizinischen Kontext zu verschaffen. Elman entwickelte eine Vertiefungsmethode, um diesen extrem tiefen Hypnosezustand hervorzurufen. (gotei137f)

 

 

 

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